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Letztes Update: 18.03.2024

16 min

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Veröffentlicht am: 18.03.2024

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Letztes Update: 18.03.2024

16 min

E-Commerce-Geschäftsmodelle: Strukturen, Strategien und Erfolgsbeispiele

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Katja Rinckleb

Content Marketing Specialist

Veröffentlicht am: 18.03.2024

Wenn du im Onlinehandel Fuß fassen möchtest, hast du die Qual der Wahl. Du musst dir nicht nur die Frage stellen, was du verkaufen möchtest oder welche Zielgruppe dein Angebot anspricht. Es ist auch wichtig, ein Geschäftsmodell zu wählen, das zu deinem Vorhaben passt und nachhaltigen Erfolg verspricht.

Doch welche E-Commerce-Geschäftsmodelle gibt es überhaupt und was zeichnet sie aus? In diesem Blog haben wir uns diesem Thema gewidmet. Wir befassen uns damit, was ein Geschäftsmodell überhaupt ist und was es beschreibt. Dabei werfen wir auch einen Blick auf gängige Geschäftsmodelle im E-Commerce und wo du sie in deinem Alltag bereits entdecken kannst. Außerdem wagen wir einen Blick in die Zukunft und fragen danach, wie sich diese E-Commerce-Konzepte in Zukunft entwickeln könnten.

Viel Spaß beim Lesen!

Ein Geschäft wird geschlossen

Was ist ein E-Commerce-Geschäftsmodell?

Durchforstet man das Internet, wird man schnell feststellen, dass es offenbar keine feste Definition des Begriffs „Geschäftsmodell‟ gibt. Die Gründerplattform des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BmWK) beschreibt das Geschäftsmodell als Basis und Funktionsweise eines Unternehmens sowie als Beschreibung des Geschäfts, in der nur das Wesentliche berücksichtigt wird. Die Karrierebibel nennt es dessen Funktionen, Aktionen und Interaktionen, die das Ziel haben, Produkte, Werte und Gewinne zu schaffen. Das Gabler Wirtschaftslexikon führt gleich mehrere verschiedene Definitionen des Begriffs „Geschäftsmodell‟ auf. Manche Definitionen sind kurz und prägnant, andere deutlich differenzierter.

Ist das Unternehmen im E-Commerce beheimatet, kann analog dazu von einem E-Commerce-Geschäftsmodell oder E-Commerce Business Model gesprochen werden.

Gemeinsam ist allen Definitionen offenbar die Funktion, die der Begriff  „Geschäftsmodell‟ erfüllt: Mit ihm soll die Art und Weise beschrieben werden, wie ein Unternehmen Geld erwirtschaftet, wie es funktioniert und welche Faktoren dabei eine essenzielle Rolle spielen. Doch was gehört da alles dazu? Welche Faktoren relevant sind und aufgeführt werden sollten, kann durchaus unterschiedlich sein.

Auf der oben bereits erwähnten Gründerplattform des BmWK werden vier Faktoren aufgeführt, die zur Beschreibung eines Geschäftsmodells gehören: die Value Proposition, die Geschäftsstruktur, das Ertragsmodell und der Unternehmensgeist.

1. Value Proposition: der Kundennutzen

Der englische Begriff „Value Proposition‟ bedeutet auf Deutsch übersetzt in etwa so viel wie „Wertversprechen‟. Damit ist der Kundennutzen eines Geschäfts gemeint. Im ersten Punkt steht deshalb die folgende Frage im Fokus: Inwiefern nutzt die Tätigkeit eines Unternehmens seiner Kundschaft? Dabei geht es nicht vorrangig um das angebotene Produkt per se, sondern um dessen Zweck, seine Funktion – und insbesondere die Art und Weise, wie es das Leben der Kundschaft positiv beeinflusst.

Ein bestimmtes Lebensmittel macht vielleicht satt, gesund und glücklich. Ein besonders ausgefallenes Sitzmöbel sorgt für Komfort und mehr Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden.

Möchtest du den Kundennutzen eines Produkts darlegen, dann beschreibe, welche Kundenbedürfnisse es erfüllt oder welche Probleme es löst. Dazu musst du deine Zielgruppe gut kennen.

2. Die Geschäftsstruktur

Mit der Geschäftsstruktur ist die Art und Weise gemeint, wie ein Geschäft organisatorisch aufgebaut ist. Dabei sollten die folgenden Punkte beschrieben werden:

  • Das Angebot bzw. Produkt,
  • die Gestaltung des Vertriebs inkl. der Kommunikationswege,
  • der Aufbau der Produktproduktion oder -beschaffung,
  • die Schlüsselkompetenzen des Unternehmens und
  • unverzichtbare Geschäftspartner.

3. Das Ertragsmodell

Bei der Beschreibung des Ertragsmodells wird aufgezeigt, wie ein Unternehmen Umsatz generiert. Ein durchdachtes Ertragsmodell ermöglicht es einem Unternehmen, seine Rentabilität zu bewerten und langfristig erfolgreich zu sein.

In das Ertragsmodell werden die Kostenstruktur und Ertragsquellen einbezogen. Mit der Kostenstruktur wird dargestellt, welche Ausgaben für das Unternehmen anfallen und wie diese organisiert sind. Sowohl Fixkosten als auch variable Kosten werden dabei berücksichtigt.

Demgegenüber stehen die Ertragsquellen. Diese umfassen alle Arten und Wege, auf denen das Unternehmen Einnahmen generiert – zum Beispiel den Verkauf von Waren.

4. Der Unternehmensgeist

Bei der Definition des Unternehmensgeistes oder der Unternehmenskultur steht der Mensch im Vordergrund. Dabei werden nicht nur die Werte des Unternehmens beschrieben, sondern auch die Art und Weise, wie sich die Belegschaft  zusammensetzt – sowohl in Hinsicht auf fachliche Fähigkeiten als auch auf soziale Kompetenzen.

Die Bedeutung von E-Commerce-Geschäftsmodellen

Geschäftsmodelle speziell für den Onlinehandel spielen in der heutigen Zeit eine große Rolle. Denn die Digitalisierung der Wirtschaft schreitet fort. Laut einer Prognose von ibi Research könnte zum Beispiel der Anteil des Onlinehandels an den Einzelhandelsumsätzen bereits im Basisszenario bis 2026 auf 16,7 % ansteigen.

Anstelle nur ortsgebunden zu verkaufen, können Unternehmen mit einem geeigneten E-Commerce-Geschäft ihre Produkte online bequem einer viel größeren Zielgruppe anbieten, so am weltweiten Markt teilnehmen – und dadurch potentiell deutlich mehr Einnahmen erwirtschaften.

Wie entwickelt man ein erfolgreiches E-Commerce-Geschäftsmodell?

Eine gute Idee für ein E-Commerce-Geschäft ist eine vielversprechende Grundlage. Doch wie entwickelst du daraus auch ein erfolgreiches Geschäftsmodell? Bedenke, dass dabei auf jeden Fall folgende Fragen beantwortet werden sollten:

  1. Welche Produkte oder Dienstleistungen bietest du an?
  2. Wer ist deine Zielgruppe?
  3. Wie ist es um den Kundennutzen bestellt?
  4. Wie wirst du Umsatz generieren?

Bei der Entwicklung deines E-Commerce-Geschäftsmodells kannst du ein Business Model Canvas (BMC) anwenden. Dabei handelt es sich um eine Methode, die dabei hilft, ein Geschäftsmodell schrittweise zu entwickeln, ohne dabei wesentliche Punkte auszulassen oder durcheinander zu kommen. Dabei werden digital am PC oder analog auf einer Tafel oder Papier neun Geschäftsfelder visualisiert. Das sind laut der Industrie- und Handelskammer München & Oberbayern die folgenden: 

  1. Produkt/Angebot
  2. Aktivität/Vorgehen
  3. Ressourcen
  4. Zielgruppen
  5. Kundenbeziehung
  6. Vertrieb und Marketing
  7. Partner
  8. Gründungskosten und laufende Kosten
  9. Einnahmen und Umsätze

Bei der Entwicklung deines E-Commerce-Geschäftsmodells kannst du außerdem die folgenden sechs Schritte nacheinander vollziehen: 

1. Schritt: Erstelle ein Warenangebot

Beim ersten Schritt dreht sich alles um die Produkte oder Dienstleistungen, die du verkaufen möchtest. Beschreibe dein Angebot und dessen Vorteile. Wie zeichnet es sich aus und wie hebt es sich von anderen ab? Auf welche Weise werden deine Waren angeboten? Stellen dich die Beschaffenheit deines Angebots und die Charakteristika deiner Produkte oder Dienstleistungen vor besondere Herausforderungen?

2. Schritt: Analysiere deine Zielgruppe und deren Bedürfnisse

Im zweiten Schritt befasst du dich mit der Zielgruppe für dein Angebot. Wer sind die Menschen, an die sich dein Angebot richtet? Was bewegt sie? Was macht sie aus? Baue ein Verständnis für deine Zielgruppe und deren Bedürfnisse auf.

3. Schritt: Bestimmte deine Verkaufsstrategie

Du kennst dein Warenangebot in- und auswendig und weißt, wie die Zielgruppe gestrickt ist, die du als deine Kundschaft auserkoren hast. Damit ist es an der Zeit, auf Basis dieses Wissens eine geeignete Verkaufsstrategie zu entwickeln.

Die Verkaufsstrategie beschreibt die Methode, mit der du deine Waren verkaufen möchtest. Dahinter steht die Frage, wie und auf welchen Vertriebskanälen du potenzielle Kundschaft ansprechen und zum Kauf motivieren möchtest.

Unterschieden wird dabei zwischen Inbound- und Outbound-Verkaufsstrategien. Auf Deutsch übersetzt bedeutet das in etwa so viel wie „eingehende und ausgehende Verkaufsstrategien‟. Ob eine Verkaufsstrategie inbound oder outbound ist, hängt von der Art der Kundenansprache ab.

Bei Inbound-Verkaufsstrategien werden Verkaufs- und Marketingaktionen umgesetzt, die darauf abzielen, dass die Kundschaft auf das Unternehmen zugeht. Im E-Commerce könnte das Ziel der Inbound-Verkaufsstrategie zum Beispiel sein, dass die Kundschaft den Onlineshop aufsucht. Outbound-Verkaufsstrategien setzen hingegen auf die proaktive und  direkte Kundenansprache, zum Beispiel auf Messen oder via Kaltakquise.

4. Schritt: Wähle eine Preisstrategie

Passend zu Angebot, Zielgruppe und Vertriebsstrategie solltest du eine geeignete Preisstrategie bestimmen. Laut BWL-Lexikon.de ist die Unterscheidung zwischen statischen und dynamischen Preisstrategien wesentlich.

Verfolgt dein Unternehmen eine statische Preisstrategie (auch „Festpreisstrategie‟), legst du die Preise des Angebots fest. Zur Orientierung dienen dir dabei die Preise von Mitbewerbern, anhand derer du dich für eine Hochpreisstrategie, eine mittlere Preisstrategie oder eine Niedrigpreisstrategie entscheiden kannst.

Möchtest du dich nicht für einen Festpreis entscheiden, sondern im Laufe der Zeit immer wieder Preisanpassungen vornehmen, verfolgst du eine dynamische Preisstrategie. BWL-Lexikon.de unterscheidet hierbei weiter zwischen der Skimming-Strategie und der Penetrationsstrategie.

Die Skimming-Strategie zeichnet sich dadurch aus, dass zunächst ein hoher Preis angesetzt wird. Je nach fehlender Nachfrage wird dieser gesenkt. Anders verhält es sich bei der Penetrationsstrategie: Hier startest du mit einem besonders niedrigen Preis. Dadurch kannst du dich womöglich gut gegen Mitbewerber durchsetzen. Hat sich deine Marke erst einmal etabliert, kannst du den Preis gegebenenfalls erhöhen.

5. Schritt: Erstelle ein Ertragsmodell und führe Rentabilitätsanalysen durch

Erstelle zunächst deine Kostenstruktur, die sowohl deine Gründungskosten als auch zukünftige fixe und variable Kosten beinhaltet. Dann führst du deine Ertragsquellen auf. Auf Basis der Kostenstruktur und der Aufstellung deiner Ertragsquellen kannst du eine Rentabilitätsanalyse für dein E-Commerce-Geschäftsmodell vornehmen, um dessen Rentabilität zu bewerten.

6. Schritt: Teste und Optimiere das Geschäftsmodell

Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem die Theorie in die Praxis umgesetzt werden muss. Nur so kannst du dein Geschäftsmodell in der echten Welt erproben und herausfinden, ob es nicht nur auf dem Papier, sondern auch tatsächlich umsetzbar ist und gut funktioniert.

Ein Geschäftsmodell ist selten sofort und langfristig perfekt – die Welt des E-Commerce ist hochdynamisch. Es ist wichtig, dass du dein Geschäftsmodell immer wieder überprüfst und gegebenenfalls nachbesserst.

Verschiedene Geschäftsmodelle

Welche verschiedenen E-Commerce-Geschäftsmodelle gibt es?

Eine gibt eine einfache Art, E-Commerce-Geschäftsmodelle zu kategorisieren. Dabei betrachtet man die Wirtschaftssubjekte, die miteinander Handel treiben. Sie werden auch Wirtschaftseinheiten genannt und  bezeichnen auf der einen Seite diejenigen, die ein Produkt oder Dienstleistung verkaufen, und auf der anderen Seite die Kaufenden.

Auf diese Weise unterscheidet man im E-Commerce zwischen folgenden Geschäftsmodellen:

  • B2B: Business-to-Business (von Unternehmen zu Unternehmen) 
  • B2C: Business-to-Consumer (von Unternehmen zu Konsument)
  • C2B: Consumer-to-Business (von Konsument zu Unternehmen)
  • C2C: Consumer-to-Consumer (von Konsument zu Konsument)
  • B2G: Business-to-Government (von Unternehmen zu staatl. Behörde)
  • G2C: Government-to-Consumer (von staatl. Behörde zu Konsument)

Betrachten wir die einzelnen Modelle im Folgenden genauer.

B2B-Modell (Business-to-Business)

Beim Business-to-Business-Modell verkauft ein Unternehmen Waren und Dienstleistungen an Geschäftskunden.

Beispiele für erfolgreiche B2B-Geschäfte

  1. Amazon betreibt mit Amazon Business eine Plattform für B2B-Kunden.
  2. Das Großhandelsunternehmen METRO verkauft in seinem Onlineshop sowohl Lebensmittel als auch Non-Food-Produkte. Das Angebot richtet sich insbesondere an Geschäftskunden.
  3. Die Bechtle AG ist ein deutsches IT-Unternehmen, das sowohl IT-Dienstleistungen als auch IT-Produkte speziell für B2B-Kunden verkauft. Auf ihrer Website können zum Beispiel Hardware und Software erworben werden.

Marketingstrategien und Kundenbindung im B2B

Im B2B-Bereich ist der Umgang zwischen Händler und Käufer sehr professionell. B2B-Unternehmen haben häufig wenige Großkunden. Diesen Umständen sollten sich die Marketingstrategien des B2B-Unternehmens anpassen. B2B-Händler setzen bei der Kundenansprache in der Regel auf Vertriebsmitarbeiter. 

Wodurch sich B2B-Geschäftsmodelle insbesondere im E-Commerce auszeichnen, haben wir uns bereits in einem eigenen Blogartikel zum Thema B2B gewidmet. Darin findest du viele tiefergehende Informationen sowie allerhand Beispiele für B2B-Geschäftskonzepte. 

B2C-Modell (Business-to-Consumer)

Im B2C-Bereich verkauft ein Unternehmen seine Produkte und Dienstleistungen an Endverbraucher.

Beispiele für erfolgreiche B2C-Geschäfte

Es gibt eine Vielzahl an erfolgreichen B2C-Unternehmen, die im Onlinehandel unterwegs sind. Folgende drei B2C-Plattformen gehören zu den top Onlineshops in Deutschland

  1. Amazon kennt jeder. Im Onlineshop des bekannten Onlineversandhändlers können Konsumenten Produkte aller Art finden und online bestellen. 
  2. Auch OTTO bietet ein großes Sortiment an Waren für Endverbraucher an. 
  3. Längst verkauft Zalando nicht mehr nur Schuhe in seinem B2C-Shop. Auch Produkte anderer Kategorien sind bei Zalando zu haben.

Marketingstrategien und Kundenbindung

Schnelle Kaufentscheidungen, individuelle Kaufmotivation, kurze Kaufprozesse, ein breiter Markt und mehr: Der Verkauf von Waren an Endverbraucher bringt viele Eigenheiten mit sich. Diese wirken sich auf die Marketingstrategien der B2C-Unternehmen aus.

Beliebte Marketingstrategien im B2C-Onlinehandel sind zum Beispiel diese:

Ebenso passen sich die Strategien im CRM (Customer Relationship Management) oder Kundenbeziehungsmanagement an die Besonderheiten des B2C-Bereichs an. Dazu gehören zum Beispiel die regelmäßige Kommunikation mit der Kundschaft via Social Media oder Newsletter, Treueprogramme und das Einholen von Kundenfeedback.

Du möchtest noch mehr Informationen rund um dieses Geschäftsmodell? Kein Problem! Dem Geschäftsmodell B2C und dessen Vorteilen, Problemen und Chancen haben wir uns bereits in einem eigenen Blog gewidmet. 

C2B-Modelle (Consumer-to-Business)

Nicht nur Unternehmen können an die Stelle des Verkäufers treten. Es geht auch andersherum: Beim C2B-Modell sind es die Einzelpersonen, die ihre Dienste Geschäftskunden anbieten. Es bedarf dabei lediglich einer entsprechenden C2B-Plattform, auf der der C2B-Handel stattfinden kann. Wie dieses Geschäftsmodell in der Praxis aussehen kann, zeigt sich am einfachsten an ein paar gängigen Beispielen.

Beispiele für erfolgreiche C2B-Geschäfte

  1. Die Plattform Fiverr verbindet Freelancer aus zahlreichen Bereichen wie IT, Grafikdesign oder Digital Marketing mit potenziellen Geschäftskunden
  2. Mithilfe der Crowdfunding-Plattform Kickstarter können Personen oder Start-ups Projekte finanzieren. Geldgeber sind die Verbraucher. 
  3. Über Plattformen wie zum Beispiel Storyclash können Unternehmen passende Influencer finden und engagieren. 
  4. Kreative Einzelpersonen können ihre Werke auf Stock-Plattformen wie Envato anbieten.
  5. Sprecher können auf Plattformen wie VoiceBros.com Kunden für ihre Voice-Over-Dienstleistungen finden.
  6. Auch beim Affiliate-Marketing bieten Einzelpersonen ihre Dienste an, indem sie zum Beispiel auf ihrem Blog oder einem Post Werbung für bestimmte Produkte machen. 

Marketingstrategien und Kundenbindung im C2B

Die große Herausforderung beim C2B-Marketing ist der Umstand, dass die Anbieter der Dienstleistungen Einzelpersonen und gleichzeitig Kunden der verwendeten C2B-Plattform sind. Je nach Art des Geschäfts können sie ihre Produkte oder Dienstleistungen gegebenenfalls auf der Plattform bewerben (zum Beispiel über ein Bewertungssystem) oder Social Media für Eigenwerbung nutzen.

C2C-Modelle (Consumer-to-Consumer)

C2C-Geschäftsmodelle zeichnen sich dadurch aus, dass Verbraucher untereinander Handel treiben. Das bekannteste Beispiel ist der Flohmarkt. Doch auch das Internet bietet allerhand Möglichkeiten für C2C-Handel.

Beispiele für erfolgreiche C2C-Geschäfte

  1. eBay und Kleinanzeigen sind die wohl bekanntesten Plattformen hierzulande, auf denen Handel zwischen Verbrauchern stattfindet.
  2. Kreative können ihre Werke zum Beispiel auf Etsy feilbieten.
  3. Auf Vinted wechselt Kleidung die Besitzer.
  4. Wer sein Haus oder seine Wohnung Reisenden zur Verfügung stellen möchte, kann dafür zum Beispiel Airbnb nutzen.
  5. Ansässige Privatpersonen können Reisenden zum Beispiel über Eatwith unter anderem authentische Dinner anbieten

Marketingstrategien und Kundenbindung im C2C

Hier verhält es sich ähnlich wie beim C2B-Modell. Die Personen, die ihre Produkte oder Dienstleistungen an andere Verbraucher verkaufen möchten, nutzen vor allem die entsprechenden Plattformen oder vielleicht auch ihre Social-Media-Profile für Eigenwerbung.

B2G-Modelle (Business-to-Government)

Auch der Staat ist Konsument. Ein B2G-Business ist auf staatlichen Einrichtungen und Behörden als Kunden ausgerichtet. B2G-Geschäfte werden häufig, aber nicht immer über Ausschreibungen geschlossen. Langfristige Verträge sind nicht unüblich.

Beispiele für erfolgreiche B2G-Geschäfte

  1. Die Telekom bietet auch öffentlichen Einrichtungen ihre Dienste im Bereich Telekommunikation und Netzwerk an.
  2. Passende Softwarelösungen sowie Dienstleistungen im Bereich IT können Behörden zum Beispiel von der DATEV eG beziehen. 
  3. Möchten Einrichtungen im öffentlichen Sektor die Verwaltung von Dienstleistungen oder die Kommunikation mit den Bürgern und Bürgerinnen verbessern, können sie zum Beispiel die CRM-Lösungen von CAS Software AG nutzen.

Marketingstrategien und Kundenbindung im B2G

Für B2G-Unternehmen ist nicht nur klassische Werbung oder das Teilnehmen an Messen und entsprechenden Events wichtig: Um bestimmte Aufträge zu erhalten, müssen B2G-Unternehmen Ausschreibungsportale nutzen und im Blick behalten.

Kundenbeziehungen können insbesondere durch Verlässlichkeit gepflegt werden.

G2C-Modelle (Government-to-Consumer)

Auch Behörden können ihren Bürgern und Bürgerinnen Produkte und Dienstleistungen online anbieten. Dadurch können zum Beispiel Verwaltungsprozesse vereinfacht werden.

Erfolgreiche G2C-Geschäfte

  1. Mit ELSTER können Deutsche zum Beispiel online ihre Steuererklärung durchführen.
  2. Die Corona-Warn-App ist weithin bekannt. Während der Corona-Pandemie wurde sie entwickelt und von vielen Menschen genutzt. Die App diente in erster Linie dazu, User vor Risikokontakten zu warnen. Mit der Anwendungen konnten aber auch Testergebnisse abgefragt werden, wenn man zuvor einen PCR-Test an sich durchführen ließ. 
  3. Auch eine KFZ-Zulassung kann inzwischen online auf i-KfZ erledigt werden.  

Marketingstrategien und Kundenbindung im G2C

Egal ob online, offline oder im öffentlichen Raum: Behörden können mit unterschiedlichen Marketingaktionen auf ihre Angebote aufmerksam machen. Je nach Art des Angebots wird dabei die entsprechende Zielgruppe angesprochen.

Die Beziehung zwischen Anbieter und Kundschaft ist im G2C-Bereich naturgemäß etwas anders gestrickt als im kommerziellen Kontext. Die Nutzung von Dienstleistungen kann mit einer gewissen Notwendigkeit einhergehen, zum Beispiel weil eine Person ihr KFZ anmelden muss. Durch guten Kundenservice, benutzerfreundliche Oberflächen und die Bereitstellung verständlicher Informationen kann Vertrauen aufgebaut und die Kundenbindung gestärkt werden.

Zukunft der E-Commerce-Geschäftsmodelle

Mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen im E-Commerce, kann man spekulieren, wohin die Reise künftig gehen könnte. Besonders stechen dabei die folgenden Aspekte hervor:

  • Die rasante Entwicklung im Bereich künstlicher Intelligenz sorgt dafür, dass KI-Tools auch den E-Commerce verändern. Nicht nur KI-generierte Bilder und Texte sind online inzwischen zu finden, auch unterschiedlichste mit KI betriebene Tools können im E-Commerce-Bereich zum Einsatz kommen und diesen nachhaltig prägen.
  • Das Einkaufserlebnis könnte sich mithilfe von Technologien wie Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) anders gestalten: Produktinformationen in Form von Bildern, Texten und Videos können durch VR-Erlebnisse ergänzt werden, bei denen Kunden Produkte via AR oder VR in Augenschein nehmen.
  • Das Thema Nachhaltigkeit könnte in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen, sodass nachhaltige Produkte zunehmend nachgefragt werden.
  • Große Plattformen wie Amazon, AliExpress und Co, bei denen Kunden quasi alles aus einer Hand erhalten, könnten laut Forbes noch weiter wachsen.
  • Außerdem wird in dem o. g. Artikel davon ausgegangen, dass Social-Media-Plattformen nach den klassischen Online-Marktplätzen die zweitwichtigste Rolle im E-Commerce spielen werden. Social Commerce ist demnach nach wie vor im Kommen.
  • Omnichannel-Modelle könnten auch in Zukunft eine wesentliche Rolle für den Erfolg eines E-Commerce-Unternehmens spielen.
  • Bereits jetzt ist Mobil Commerce nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Demnach ist davon auszugehen, dass es für Onlinehändler auch künftig essentiell sein wird, einen mobiloptimierten Onlineshop zu haben.
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Katja Rinckleb

Content Marketing Specialist

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