TechnologieLetztes Update: Nov. 21, 2023

Was ist eine Domain? (Definition & Beispiel)

Anja Marb
Content Marketing Specialist

Wofür braucht man eine Domain? Ganz einfach gesagt, lässt sich das so erklären: Wer im Internet gefunden werden möchte, der braucht eine Domain – denn ohne Adresse findet man auch kein Haus. Dabei kann es um eine ganz normale Website gehen oder auch um den Onlineshop eines Unternehmens. Jede Seite benötigt eine Domain, sprich eine »Internetadresse«, um von Lieschen Müller und Otto Normalbürger gefunden werden zu können.
Was genau eine Domain aber ist, das weiß noch lange nicht jeder.

Was ist eine Domain

Was versteht man unter einer Domain?

Als »Domain« bezeichnet man die Adresse oder auch den Namen einer Website. Die genaue Adresse einer Website besteht aus einer Kombination aus Ziffern (IP-Adresse), die sich aber kein Mensch merken könnte. Deshalb wird jeder Website ein Name zugeordnet, den man dann als Domain bezeichnet. Eine Domain ist jedoch nicht zu verwechseln mit einer URL (= Universal Resource Locator). Eine URL ist eine vollständige Webadresse, die auf bestimmte Resourcen innerhalb einer Website verweist. Das kann eine Unterseite sein, wie “Über uns”, oder auch ein Bild, ein Video, ein Dokument …

Wenn du schon eine eigene Domain besitzt, hilft dir unser Blog zum Thema Was ist Hosting? bei den nächsten Schritten.

Den richtigen Domainnamen finden

Der perfekte Domain-Name ist bestenfalls sowohl ein gutes Keyword für deine Website, als auch leicht zu merken und 6 bis 14 Buchstaben lang. Wenn einem kreative Namensgebung nicht unbedingt im Blut liegt, kann auf die Hilfe von Domainnamen-Generatoren zurückgegriffen werden. Diese füttert man mit einem bestimmten Schlagwort und bekommt dann verfügbare Domains vorgeschlagen, die dem eingegebenen Wort entweder gleichen oder zumindest ähneln.

Richtlinien zur Namensfindung

Eine komplette Domain setzt sich aus drei Teilen zusammen:

  • Subdomain: www
  • Second-Level-Domain: Domainname (z. b. ikas)
  • Top-Level-Domain: .de, .com, .cc …
Richtlinien zur Namensfindung

Eine Domain funktioniert auch ohne die Subdomain »www«, denn jeder Domain Besitzer kann seine Subdomains modifizieren und beliebig viele davon erstellen. Second-Level- und Top-Level-Domain können relativ frei gewählt werden. »Relativ«, da sich der Domainname an bestimmte Richtlinien halten und außerdem verfügbar sein muss.

In der Regel muss ein Domain-Name aus mindestens einem Buchstabe oder einer Zahl bestehen. Als Zeichen darf zwar »-« (Bindestrich) verwendet werden, allerdings weder am Anfang noch am Ende des Namens. Umlaute sollten vermieden oder, falls nicht möglich, ausgeschrieben werden.
Auch für die Domain-Endung gibt es Vorgaben. Es ist fast immer sinnvoll, eine Top-Level-Domain entsprechend des jeweiligen Ländercodes zu wählen, also für Deutschland .de oder für Österreich .at. Der Grund hierfür ist schlicht und einfach, dass solche Domains als seriös wahrgenommen werden und sie deshalb bei Google besser gerankt werden. Ist die jeweilige Endung in Kombination mit der Second-Level-Domain nicht mehr verfügbar, beginnt das kreative Austesten von anderen sinnvollen Verknüpfungen. Eine vollständige Liste aller Domainrichtlinien findest du hier.

Sind alle guten Namen vergeben, so kann auch auf einen Markennamen als Domain zurückgegriffen werden. Auf jeden Fall sollte es vermieden werden, lange oder komplizierte Wörter zu verwenden oder sogar zu kombinieren. Hat man zum Beispiel einen Shop für T-Shirts, könnte man einen Markennamen erfinden wie »happyshirt« und dann sehen, welche Endungen hierfür möglich sind.

Domain »kaufen«

Wie kommt man nun an die Wunschdomain, wenn man sich für einen Namen entschieden hat? Dazu wendet man sich an einen Domain-Registrar. Domain-Registrare sind Unternehmen, die als Vermittler fungieren zwischen Endbenutzern, die eine Domain benötigen, und einer Domain-Registry (ICANN = Internet Corporation for Assigned Names and Numbers), die Top-Level-Domains wie .de oder .com verwalten. Bekannte Domain-Registrare sind zum Beispiel IONOS oder Strato. Diese Unternehmen übernehmen dann die Domain-Anmeldung sowie die Registrierung bei der Domain-Registry.

Aber wie genau kauft man eine Domain?

Im Grunde läuft der Domainkauf genauso ab wie bei einem normalen Einkauf: Man sucht sich die gewünschte Domain aus und wenn diese verfügbar ist, legt man sie in den Warenkorb und schließt den Einkauf ab. 

Hat alles funktioniert, dann gehört dir die Domain nun für einen bestimmten Zeitraum, meistens erstmal ein Jahr. Domains können nicht für immer gekauft werden, es handelt sich eher um ein Abonnement. Deshalb ist der Begriff »Domainkauf« eigentlich auch nicht richtig. Korrekter wäre die Bezeichnung Domain-Miete oder -Leasing. In der Regel wird die registrierte Domain automatisch um ein weiteres Jahr verlängert, sofern man nicht kündigt. Man braucht sich also keine Sorgen machen, dass die Website plötzlich nicht mehr erreichbar wäre. Und selbst falls es beim ausgewählten Anbieter keine automatische Verlängerung geben sollte, wird dieser vor Ablauf des Zeitraums eine Erinnerungsmail senden, die darauf hinweist, dass die Domain erneuert werden muss.

Möchtest du mit deiner eigenen Domain im E-Commerce richtig durchstarten, dann findest du hilfreiche Infos in unserem Blog Was ist E-Commerce?

Und wie viel kostet mich eine Domain?

Das Preisspektrum für ein Jahr Domainnutzung variiert stark. Es kann im unteren, niedrigen Bereich bei wenigen Euros oder aber auch zwischen 100 und sogar mehreren 1000 Euro liegen. Abhängig ist der Preis von der Beliebtheit der Domain und wie bekannt diese in der Vergangenheit schon war. Oft gibt es Angebote, dass das erste Jahr sehr günstig ist und der Preis erst danach ansteigt. Im Durchschnitt liegt der Preis aber zwischen 5 und 20 € pro Jahr. Dabei kann sich der Kaufpreis auch noch davon unterscheiden, wie viel du für die Verlängerung zahlst. Es gibt also eine Menge zu beachten.

Typische Fehler bei der Domain-Registrierung

Hat man seinen perfekten Domain-Namen gefunden und festgestellt, dass dieser verfügbar und bezahlbar ist, gibt es noch ein paar weitere Faktoren, die beachtet werden sollten, bevor man den Kauf endgültig tätigt.

  1. Vorbesitzer prüfen
    Da es sich wie oben erwähnt beim Domainkauf eigentlich um das Mieten einer Domain handelt, gibt es – genauso wie bei Immobilien auch – eventuelle Vorbesitzer, über die es sich zu informieren lohnt. Hat dieser besagte Vorbesitzer nämlich etwaigen Schabernack mit der Adresse getrieben, sollte der Kauf nochmal überdacht werden. Auch viele Vorbesitzer können darauf hinweisen, dass mit der Domain etwas nicht in Ordnung ist. Sicherheit verschafft hier eine sogenannte WHOIS-Abfrage. Hier können Vorbesitzer der Domain eingesehen werden. 

    Gerade wenn die Domain bereits in anderen Händen war, sollte auch geprüft werden, welchen Inhalt deren Websites hatten. Sind noch alte Verlinkungen aktiv, kann es möglicherweise zu Verwirrung kommen.
  2. Alte Backlinks
    Auch alte Backlinks können deine Website negativ beeinflussen. Google mag es nicht, wenn man sich beim Kampf ums beste Ranking durch »Backlink-Käufe« einen Vorteil verschafft. Diese Seiten werden dann gerne abgestraft, sodass man sie kaum noch findet.
  3. Markennamen
    Manche bekannte Marken haben sich ihren Namen nicht als Domain gesichert. Wenn du nun eine solche erwirbst, kann es sein, dass du Copyright-Probleme bekommst.
  4. Kongruenz bei Social Media
    Schon wenn man sich seine Domain sichert, sollte man im Hinterkopf behalten, dass auch ein Social-Media-Auftritt wichtig ist – gerade wenn du ein Online-Business startest. Ein perfektes Match ist es erst dann, wenn dein Domain-Name, deine Marke und deine Social-Media-Accounts alle unter dem gleichen Namen zu finden sind.

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