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Letztes Update: 21.11.2023

Verkaufstricks: 7 beliebte Tricks

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Anja Marb

Content Marketing Specialist

Letztes Update: 21.11.2023

5 min

Gemütlich auf der Couch oder dem Balkon mit einem erfrischenden Glas deines Lieblingsgetränks durch die neueste Mode stöbern, hübsche Einrichtungsgegenstände ergattern oder für Omi noch ein Geburtstagsgeschenk organisieren – seitdem es Onlineshops gibt, sind der Kauflust keine Grenzen mehr gesetzt. Shoppen bis das Bankkonto um Erbarmen bettelt.

Auch hier hat sich die E-Commerce-Branche viele Tricks einfallen lassen, wie sie dich dein Budget oder gar die Notwendigkeit des Einkaufs vergessen lassen.

Aber was genau verleitet uns eigentlich dazu, alle unsere guten Vorsätze (vom Sparen) über Bord zu werfen und hemmungslos dem Onlineshopping nachzugehen?

Gehen wir der Sache auf den Grund.

7 beliebte Verkaufstricks

Aktionen / Zeitdruck

Aktionen wie Black Friday eignen sich super zum Wecken des Kaufwillens der Zielgruppe. Dadurch, dass die Angebote zeitlich begrenzt sind, kommt es mitunter nicht selten vor, dass man lieber gleich zuschlägt, als sich ein (vermeintliches) Schnäppchen entgehen zu lassen. Aus einer rationalen Kaufentscheidung wird hier schnell ein reiner Impulskauf.

Aktionen Zeitdruck

Farbgebung

Auch die Farbgebung ist oft ausschlaggebend, ob man sich für oder gegen ein Angebot entscheidet. Aus genau diesem Grund sind Sale-Artikel auch meistens mit der Farbe Rot gekennzeichnet, da diese eine Signalwirkung hat und direkt die Aufmerksamkeit des Betrachters erregt. Mit Grün verbindet man Natürlichkeit oder auch Entspannung, Blau dagegen weckt Vertrauen, weshalb beispielsweise Versicherungen gerne auf diese Farbe zurückgreifen. Es lohnt sich deshalb allemal, sich bei der Kaufentscheidung die Frage zu stellen, ob die dargestellte Farbe Einfluss auf uns hat.

Informationsflut

Neben optischen Eye-Catchern wird auch viel Wert auf ausführliche und detaillierte Beschreibungen gelegt. Interessieren wir uns für ein bestimmtes Produkt, möchten wir natürlich sicherstellen, dass es auch unseren qualitativen Ansprüchen genügt. Verkäufer machen sich diesen Umstand zunutze und versuchen generell, eine möglichst ausführliche Beschreibung zu liefern. Hier macht es sich wortwörtlich bezahlt, ganz genau hinzuschauen, inwiefern die gegebenen Informationen tatsächlich relevant sind und ob nicht im Gegenteil eher versucht wird, Schwachstellen zu kaschieren.

Priming und Framing

Folgendes Szenario: Man bewegt sich in seiner Social-Media-Bubble und die Lieblingsinfluencerin kündigt an, dass demnächst ein Buch von ihr erscheint. im Laufe der Zeit werden dem Zuschauer immer wieder kleine Informationshäppchen serviert, zur Verlagssuche, zum Schreibfortschritt oder es werden sogar kleine Passagen daraus vorgestellt. Bis das Buch tatsächlich erscheint, war man gedanklich schon so oft damit verbunden, dass der Gedanke, es zu kaufen, fast schon natürlich erscheint. Dazu kommt noch, dass Produkte, die von Menschen vorgestellt werden und mit denen wir positive Empfindungen verbinden, generell als relevanter eingestuft werden. Diesen Prozess des Anteaserns über einen längeren Zeitraum nennt man „Priming‟, während der emotionale Bezug als „Framing‟ betitelt wird.

Priming und Framing

Der Trick mit den Preiskategorien

Hat man sich schließlich dazu entschieden, dieses Buch nun zu kaufen, gibt es oft mehrere Auswahlkriterien. In diesem Fall könnte das ein preisreduziertes Mängelexemplar sein, die normale Ausgabe sowie eine handsignierte Premium-Edition. Dieses 3er-Modell an Angeboten hat einen taktischen Hintergrund: Besteht die Auswahl zwischen drei verschiedenen Preiskategorien, ist es am wahrscheinlichsten, dass man sich weder für das teuerste noch das günstigste, sondern für das mittlere Angebot entscheidet. Man möchte nicht zu extravagant sein, jedoch auch nicht zu knausrig, deshalb wählt man die goldene Mitte. Dass man damit genau das Produkt kauft, worauf der Fokus des Verkäufers liegt, ist ein gewollter Nebeneffekt

Hätte man nur die Wahl zwischen zwei Preiskategorien, fiele die Entscheidung schnell auf die günstigere Variante. 

Onlineshopping als Therapie

Dafür gibt es sogar eine eigene Bezeichnung. Als „Retail Therapy‟ wird Onlineshopping fürs gute Gefühl bezeichnet. Anfällig dafür ist man zum Beispiel nach einem anstrengenden Tag in der Schule/Uni/Arbeit. Für einen Stimmungsboost geht man online und gönnt sich eine Kleinigkeit, etwa den Pulli, mit dem man schon lange geliebäugelt hat, oder das Spiel, von dem man sich wochenlang aktiv ferngehalten hat. 

Wird dieses Verhalten allerdings zur Norm für den Umgang mit Stress oder Problemen, ist Vorsicht geboten. 

Gelegentliche Frustkäufe sind also vollkommen in Ordnung, aber auch hier gilt die altbewährte Regel: „Die Dosis macht das Gift.‟

Der Sonntag ist zum Bummeln da

Ob bei Alt oder Jung, eines lässt sich durchweg erkennen: Die beliebteste Zeit zum Shoppen ist Sonntagabend oder auch Montag abends zwischen 21 und 23 Uhr. Vor allem junge Menschen nutzen den Sonntagabend gerne – und es macht Sinn: Während man die ganze Woche beschäftigt ist mit Arbeit, Studium, Schule und den Samstag dann gerne für Unternehmungen nutzt, kommt man spätestens am Sonntagabend zur Ruhe und nutzt diese Zeit dann gerne zum Stöbern durch die Onlineshops. Gewiefte E-Commerce-Betreiber nutzen diese Tatsache gerne, um den ein oder anderen Rabatt-Köder auszuwerfen.

Wenn du all diese Faktoren im Blick behältst, bist du gut gewappnet, um dich ins virtuelle Getümmel zu stürzen und die Kassen der Onlineshops klingeln zu lassen, ohne direkt eine Kaufsucht zu entwickeln und dich in den Ruin zu stürzen.

Onlineshopping macht unbestreitbar Spaß und den soll man sich ja bekanntlich nicht verderben lassen.

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