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Letztes Update: 01.02.2024

Professionelles Logo erstellen: Leitfaden für 2024

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Anja Marb

Content Marketing Specialist

Letztes Update: 01.02.2024

9 min

Logos begegnen uns auf Schritt und Tritt. Egal ob man sich zur Mittagspause schnell mal eine Ladung Fast Food gönnt oder nachmittags beim Versicherungsberater sitzt – Logos sind allgegenwärtig. Sehr viele altbekannte Marken erkennt man auf den ersten Blick an ihrem Logo. Es gibt sogar Smartphone-Spiele, bei denen man Logos den Marken zuordnen muss – und erstaunlich viele erkennt oder zumindest schon oft wahrgenommen hat. Doch wie genau schafft man es, seinem Unternehmen diesen einzigartigen Wiedererkennungseffekt zu beschaffen? Wir haben uns für dich mit dem Thema auseinandergesetzt und einen Leitfaden erstellt, der die wichtigsten Infos plus aktuelle Trends enthält. 

Beginnen wir mit der Frage:

Ein Logo ist das wichtigste Element des gesamten Corporate Designs, also der kompletten visuellen Gestaltung eines Unternehmens. Es steht als Symbol für ein Unternehmen und kann grafischer und typografischer Art sein. Sinn und Zweck eines Logos ist es, die Marke oder das Unternehmen auf den ersten Blick erkennbar zu machen. Funktionieren soll das bestenfalls bei den verschiedensten Berührungspunkten sowohl B2B als auch B2C. 

Logo Erstellung

Wer möchte, dass sein Business seriös und professionell erscheint sowie auf lange Sicht einen Wiedererkennungswert erhält, der kommt um die Erstellung eines professionellen Logos nicht herum. Aber nicht nur nach außen wirkt ein hochwertiges Logo vertrauenerweckend, auch dem Logo-Besitzer selbst verleiht es einen sicheren Auftritt.

Idealerweise spiegelt das Logo die Unternehmenswerte wider – also was genau das Unternehmen ausmacht, wie es wahrgenommen werden möchte und auch, welche Zielgruppe angesprochen werden soll. So wird sich ein Anbieter von Brautkleidern mit ziemlicher Sicherheit nicht für eine Wortmarke in schwarzer Gothic-Typografie entscheiden oder ein Bestattungsunternehmen ein neonfarbenes, lachendes Emoji wählen. 

An diesen Beispielen kann man sich ganz deutlich vorstellen, wie wichtig es ist, sich wirklich eingehend mit dem Thema zu beschäftigen. Denn sowohl Farbgebung als auch Stil und Typografie spielen gleichermaßen eine wichtige Rolle.
Wenn es dich interessiert, mit welchen Tricks Unternehmen abgesehen davon noch gerne arbeiten, findest du weitere Infos in unserem Blog zum Thema Verkaufstricks.

3 Arten von Logos

Logo ist nicht gleich Logo. Bei der Frage, welches Logo für dein Unternehmen am geeignetsten ist, steht zuallererst die Entscheidung an, welche Art von Logo passend wäre. Grundsätzlich lassen sich Logos in drei verschiedene Kategorien unterteilen:

Bildmarke

Bildmarken bestehen, wie der Name schon sagt, nur aus einem Bild oder Zeichen, ohne zusätzlich informierenden Text. Sie haben den großen Vorteil, sehr einprägsam zu sein, und werden leicht wiedererkannt. Die wohl bekanntesten erfolgreichen Beispiele für Logos dieser Art sind der Apfel von Apple, die »Golden Arches« von McDonald’s oder auch der »Swoosh« der Schuhmarke Nike. Unter Bildmarken-Logos fallen aber auch abstrakte Bilder, bei denen auf den ersten Blick nicht unbedingt ersichtlich ist, um was es geht. In ihnen steckt jedoch das Potenzial, zu einem Designelement zu werden – wie beispielsweise die drei Adidas-Streifen.

Wort- oder Zeichenmarke

Logos, die Schriften enthalten, lassen sich in zwei unterschiedliche Typen aufteilen: Wortmarken und Zeichenmarken
Bei Wortmarken ist der Unternehmensname gleichzeitig das Logo – aber in einer eigens für die Verwendung als Logo entworfenen Schriftart. Bekannte Beispiele hierfür sind vor allem »Coca-Cola« oder »Pinterest«.
Zeichenmarken sind dagegen einzelne Buchstaben, die zusammengesetzt einen hohen Wiedererkennungswert haben. Die Bekleidungsmarke »H&M« wäre hierfür ein Beispiel, oder auch die »NASA«, die ausgeschrieben »National Aeronautics and Space Administration« heißt – ein Name, den sich sonst niemand merken könnte.

Wort-Bildmarke

Eine Erweiterung der Bildmarken ist die Wort-Bildmarke. Hier wird in Kombination mit dem bildlichen Logo auch Schrift verwendet. Wort-Bildmarken haben den großen Vorteil, dass sie den Informationswert einer Wortmarke mit dem Wiedererkennungswert der reinen Bildmarke vereinen. Außerdem bieten sie ein gewisses Maß an Flexibilität, da sowohl das Bild als auch die Schrift jeweils einzeln genutzt werden können, ohne plötzlich unvollständig zu wirken. »LACOSTE« mit seinem Krokodil-Aufnäher gehört hier dazu, oder auch Coca-Cola-Konkurrent »Pepsi«.

Logo Designs sichten

Um ein Logo als wirklich gutes Logo bezeichnen zu können, gibt es einige wichtige Faktoren, die stets beachtet werden sollten:

  1. Es muss generell das Corporate Design widerspiegeln.
  2. Die Werte und Botschaft des Unternehmens sollen aufgegriffen werden.
  3. Es soll positive Emotionen wecken.
  4. Einprägsam muss es sein.
  5. lesbar und gut erkennbar
  6. ästhetische Proportionen
  7. dem Zahn der Zeit entsprechen, sodass es über mehrere Jahre genutzt werden kann
  8. Und zu guter Letzt soll das Logo auch nicht zu kompliziert sein.

Ein Klacks also. Nicht. Dem Grafik-Laien schwirrt wahrscheinlich schon nach den ersten drei Anforderungen der Kopf. Jedoch gilt: Nicht verzagen, Internet fragen! Zum Glück gibt es mittlerweile genügend kreative Abhilfe. Wer so gar keine Affinität zur kreativen Gestaltung hat, der ist gut damit beraten, sich an einen professionellen Grafikdesigner zu wenden. Wem es trotzdem in den Fingern juckt, sich selbst daran zu probieren, der kann sich nach Logodesign-Websites umsehen. Es gibt einige Websites, die auf die automatische Generierung von Logos spezialisiert sind. Und spätestens seit letztem Jahr spielt auch das Thema »künstliche Intelligenz« eine nicht zu unterschätzende Rolle, denn AI aka KI sind auch hier gerne hilfsbereit.

Jedes Jahr bestimmen neue Trends, was angesagt ist und was nicht. Auch das Corporate Design von Unternehmen bleibt davon nicht unberührt. Natürlich kann dieses nicht jährlich angepasst werden, aber wenn man gerade noch in der Entwicklungsphase steckt, ist es sinnvoll, einen vorausschauenden Blick auf aktuelle und kommende Trends zu werfen.

8 brandheiße Trends für 2024 werden in den folgenden Abschnitten erklärt.

Logo Trends

1. Schriftmarken und Icons in Kombination

Die Kombination aus Schrift- und Bildmarken ist nichts Neues mehr, allerdings entwickelt sich der Trend dazu, Icons in Schriftmarken zu integrieren. Beispielsweise können einzelne Buchstaben durch Icon-Elemente ersetzt werden. So wird eine ganz neue Kategorie erschaffen.

2. Verläufe

Farbverläufe sind eine schöne Möglichkeit, ein ansonsten schlichtes Logo optisch aufzupeppen und Kreativität auszudrücken. Hier muss allerdings beachtet werden, dass der Verlauf je nach Größe des Logos an Wirkung gewinnt oder verliert. Steht das Logo für sich allein, ist der Effekt gut erkennbar. Wird das Logo allerdings in kleiner Ausführung für einen Briefkopf oder Ähnliches verwendet, verliert sich die Wirkung schnell.

3. »Glitch«-Effekt

Mit dem »Glitch«Effekt ist ein Störungseffekt gemeint. Das können z. B. verzerrte Buchstaben sein, ein überlagertes Bild wie bei einer Fehlsichtigkeit oder ein in Komplementärfarben zerlegtes Logo. TikTok hat es vorgemacht. Das Logo der Achtelnote wirkt fast dreidimensional durch die Überlagerung des gleichen Symbols in Blau und Rot.

4. Geometrisches Muster

Geometrische Muster erfreuen sich auch dieses Jahr weiterhin an Beliebtheit. Egal ob Kreise, Dreiecke, Rauten … – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Klare Linien und harte Kanten begeistern die Logowelt. Es können auch mehrere verschiedene geometrische Figuren genutzt werden, wodurch eine völlig neue Form geschaffen wird oder einzelne Formen um den Markennamen hervorgehoben werden.

5. Gedämpfte Farben

Neonfarben und leuchtend grelle Logos sind out. Gedämpfte, natürliche Farben erobern den Markt. Besonders bei Brands, die für Nachhaltigkeit stehen, Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft oder auch Hautpflegeprodukte vertreiben, wirken natürliche Farbnuancen vertrauenswürdiger als die kreischenden Verwandten. Als schönen Nebeneffekt bekommt man mit der Verwendung dieser Farben auch einen einheitlichen und ansprechenden Social-Media-Feed. Und sollte sich der Trend wieder in Richtung kräftigere Farben wandeln, lässt sich der Farbraum relativ einfach anpassen.

6. Simulierte Bewegung

Wer mit seinem Logo dynamisch wirken und ausdrücken möchte, fortschrittlich zu sein, der kann Effekte verwenden, die Bewegung oder Geschwindigkeit simulieren. Sportmarken nutzen dies sehr gerne, wie man am NIKE-Swoosh oder bei PUMA sehen kann. Aber auch Unternehmen der Branchen Logistik, Finanzen oder Media drücken auf diese Art gerne ihre Werte aus.

7. Verblassende Objekte oder Schrift

Dieser Trend wird in Zukunft noch häufiger zu sehen sein. Bestimmte Objekte, die Schrift oder auch einzelne Buchstaben eines Logos werden verblasst dargestellt. Dieser Effekt führt dazu, dass die Aufmerksamkeit des Betrachters eingefangen wird und das Logo eher in Erinnerung bleibt.

8. Traditionelles oder Retro-Design

Einen Aufschwung erleben aktuell auch traditionelle oder Retro-Designs. Während die Mehrheit moderne, »cleane« Gestaltungsformen bevorzugt, bietet ein klassisches Design in einer modernen Aufmachung die Möglichkeit, nochmal anders aus der Masse hervorzustechen. Das Logo kann detailreich gestaltet sein, in Kombination mit einem klaren Schriftbild oder zeitgemäßen Farben.

Falls du erst dabei bist, dein Unternehmen zu gründen, hilft dir bestimmt unser Blog Businessplan erstellen: Tipps, Beispiele und Vorlagen weiter.

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