# Kunst online verkaufen: Leitfaden für 2024 **Kunst erschaffen** ist die eine Sache – sie zu verkaufen, eine völlig andere. Dazu braucht es unternehmerisches Geschick und passende Vertriebswege. Möchtest du eigene **Kunstwerke präsentieren** und veräußern, hast du heute viele Möglichkeiten, wie du dir diesen Wunsch erfüllen kannst. Wie sich **Kunst online verkaufen** lässt und welche Vor- und Nachteile das mit sich bringt, erfährst du in diesem Blog. Eines gleich vorweg: Nur weil du dich dazu entscheidest, deine Kunst online zu verkaufen, heißt das nicht, dass sich _alles_ online abspielen muss. Traditionelle und digitale Werbe- und Verkaufskanäle können sich wunderbar **ergänzen** und lassen sich ebenso gut kombinieren. ## Kunst verkaufen: 6 Schritte ![Wie verkaufe ich meine Kunst?](https://cms.ikas.com/wp-content/uploads/2023/04/kunst-verkaufen-1024x538.webp) »Kunst ist dazu da, den Staub des Alltags von der Seele zu waschen.« _– Pablo Picasso_ Wenngleich diese in ihrer Gesamtheit schwer zu definieren sind, erfüllt Kunst allerlei **Funktionen** – sowohl für die Kunstschaffenden selbst als auch für die Gesellschaft. Kunst vermag etwa **Empfindungen** hervorzurufen, die Beschäftigung mit ihr kann die eigene **Kreativität**, Aufgeschlossenheit gegenüber **Neuem** sowie das **Vorstellungsvermögen** fördern (Quelle: [Zwischen Wissenschaft & Kunst](https://wissenschaft-kunst.de/irene-daum-psychologie-und-kunst/), letzter Aufruf am 26.04.2023). Wer mit diesem besonderen Handwerk sein **Geld verdienen** möchte, muss nicht nur Künstler oder Künstlerin sein, sondern auch **die eigene Kunst verkaufen** können. ### 1\. Kunst erschaffen Die **Produktion** deiner Kunst steht an erster Stelle. Immerhin brauchst du erst einmal etwas, das du verkaufen kannst. Wenn du mit deiner Kunst nicht nur sporadisch, sondern kontinuierlich Geld verdienen möchtest, plane gleich von Anfang an **Produktionszeiten** oder ganze -phasen in deinen **Arbeitsalltag** ein, die deiner individuellen **Arbeitsweise** entsprechen. Wenn du dir bisher noch keinen Namen in der Kunstwelt gemacht hast, ist es besonders wichtig, dass deine Werke einen hohen **Wiedererkennungswert** haben. Anstatt ein großes Potpourris aus ganz unterschiedlichen Werken solltest du eine homogene Serie oder Reihe schaffen, an der sich deine individuelle Handschrift ablesen lässt. Das wird dir dabei helfen, deinen **Künstlernamen** als Marke aufzubauen. Und auch bei deinem weiteren Vorgehen wird es hilfreich sein, mit einer **Produktionsreihe** eine einheitliche Linie zu fahren: ### 2\. Werk beschreiben Das geschaffene Werk **in Worte fassen**, den eigenen **Stil charakterisieren** und **definieren** – das sind Aufgaben, die nicht immer einfach, aber durchaus wichtig sind. Wenn dich jemand fragt, welche Art Kunst du machst, solltest du das kurz und prägnant beantworten können. Um zu einer adäquaten Umschreibung zu gelangen, kannst du dir folgende **Fragen rund um deine Werke** bzw. die Produktionsreihe stellen: Handelt es sich um digitale oder analoge Bilder, Fotografien, Zeichnungen oder Skulpturen? Wie groß sind deine Werke, welche Materialien und welche Techniken verwendest du? Wie ist es um die Farbigkeit bestellt? Welche Einflüsse sind erkennbar? Auf welchen Motiven liegt dein Fokus? Wie kannst du **den Stil beschreiben**? Eine Beschreibung des eigenen Werks brauchst du spätestens, wenn es darum geht, deine **Kunst zu bewerben**. Unendlich hilfreich ist sie jedoch bereits bei den nächsten zwei Schritten – wenn es darum geht, den Kunstwerken Preise zuzuordnen und die potenzielle Kundschaft zu definieren. ### 3\. Preise festlegen Eigenen Kunstwerken einen monetären Wert zuzuordnen, fällt nicht jedem leicht. Hier kannst du dich an Faktoren wie **Materialkosten**, **Arbeits-** und **Zeitaufwand** sowie dem **Format** deiner Werke orientieren. Berücksichtigst du die Zeitkomponente, ist es notwendig, einen **Stundensatz** festzulegen. Außerdem kannst du bei der Berechnung deiner Preise jedwede Kosten berücksichtigen, die zusätzlich anfallen. Dass du vor allem am Anfang unsicher bist, wie viel Geld du für deine Werke verlangen kannst, darfst und solltest, ist völlig normal. Es fällt allzu leicht, den Wert zu gering oder viel zu hoch zu schätzen. Hier kann es sehr hilfreich sein, mit Menschen zu sprechen, die sich in diesem Bereich auskennen, und sich von ihnen den ein oder anderen Rat einzuholen. Das können **andere Kunstschaffende** sein, die bereits **Erfahrung sammeln** konnten, aber auch Menschen, die **eine Galerie leiten**, sowie **Kunstbegeisterte** oder Personen mit Expertise, die sich zum Beispiel mit **Kunstgeschichte** oder **Kunstkritik** beschäftigen. ### 4\. Zielgruppe definieren Wie andere Unternehmen sind auch Kunstschaffende abhängig davon, dass jemand ihre Produkte kauft. Doch wie findest du diese Menschen? Wie du eine Zielgruppe für ein Produkt oder eine Dienstleistung definieren kannst, erläutern wir in einem Artikel zum Thema [Zielgruppe finden](https://ikas.com/de/blog/zielgruppe-finden). In Hinsicht auf Kunst spielen **spezielle Faktoren** eine Rolle. Stelle dir zu den Menschen, die zu deiner potenziellen Kundschaft gehören, zum Beispiel Fragen wie diese: - Interessieren sie sich für Kunst im Allgemeinen oder ganz speziell deine Werke? - Über welche finanziellen Mittel müssen sie verfügen, um deine Werke zu kaufen? - Kaufen sie Kunst als Wertanlage, aufgrund einer Sammelleidenschaft oder aus ästhetischen Gründen, weil sie damit z. B. ihr Heim schmücken möchten? - Welche Bedingungen erfüllen sie, die deine Kunst voraussetzt? (z. B. spezielle Räumlichkeiten bei großformatigen Bildern oder einen geeigneten Platz für Skulpturen) - Suchen sie gezielt nach Kunst oder kaufen sie spontan? - Wo kaufen sie Kunst? (z. B. auf Auktionen, Ausstellungen oder online) Anhand derartiger Fragen kannst du **bestimmte Merkmale sammeln**, die Kaufinteressierte vermutlich haben. Mithilfe anderer demographischer, sozioökonomischer, psychologischer, verhaltens- und medienorientierter Merkmale solltest du ein gutes Bild von deiner zukünftigen Kundschaft zeichnen können. **Verwandter Blogbeitrag:** [Kundenprofil erstellen](https://ikas.com/de/blog/kundenprofil-erstellen) ### 5\. Verkaufskanäle wählen Hast du deine Zielgruppe definiert, wirst du bereits wissen, **an welchen Orten und auf welchen Kanälen** du sie am ehesten antreffen wirst. Handelt es sich vorrangig um **traditionelle Verkaufskanäle** wie Galerien, Kunstmessen oder Auktionen? Findet sich deine Kundschaft auf Pop-up-Ausstellungen oder kommt sie direkt zu dir ins Atelier? Oder solltest du deine Kunst auch oder vor allem **online verkaufen**? Abhängig davon, kannst du dich für einen oder **mehrere Verkaufskanäle** entscheiden. ### 6\. Marketingstrategie entwickeln und Werbematerialien wählen Nun weißt du, was du zu welchem Preis an wen verkaufen möchtest – und wo das Ganze vonstattengehen soll. Die Zeit ist reif, eine Marketingstrategie zu entwickeln und passende Werbematerialien zu planen und umzusetzen, welche die Werbekampagne bedarf. **Hochwertige Produktfotos**, Texte und eine professionelle grafische Aufbereitung von Werbematerialien sowohl für Print als auch Online sind das A und O einer erfolgreichen Kampagne. **Verwandter Blogbeitrag:** [Produktfotos für Onlineshops](https://ikas.com/de/blog/produktfotos-fuer-online-shops) ## Kunst online verkaufen: die Vor- und Nachteile Der Kunstmarkt bleibt von den Umwälzungen der sich verändernden Kaufgewohnheiten nicht unberührt. So kommt es, dass immer mehr junge Kunstsammler und Kunstsammlerinnen ihr erstes Kunstwerk online kaufen (Quelle: [ArtTactic](https://www.hiscox.co.uk/sites/default/files/documents/2022-04/21674b-Hiscox%5Fonline%5Fart%5Ftrade%5Freport%5F2021-part%5Ftwo%5F1.pdf), letzter Aufruf am 25.04.2023). Ein Trend, der ganz klar dafür spricht, sich der Onlinewelt zumindest nicht gänzlich zu verschließen. Wenngleich online nur digitale und **Abbilder** nicht-virtueller Kunst bestaunt werden können, die einem greifbaren **Original** und dessen Wirkung sicherlich nicht ebenbürtig sein können, ist doch der Kauf und Verkauf von Kunstwerken mit dem Internet deutlich **einfacher**. Bequemer. Kunstschaffende und -begeisterte finden online einfacher zusammen – und das quasi von zu Hause aus. Das Internet hat dabei mehr Raum und **Reichweite** zu bieten als alle Galerien dieser Welt, doch auch **mehr** **Konkurrenz**. Im Internet und insbesondere auf Social Media buhlen viele gleichzeitig um **Aufmerksamkeit**. Da gilt es noch viel mehr, hervorzustechen und gezielt nach dem eigenen Publikum zu suchen. Doch während du offline bisweilen von der Gunst anderer abhängig bist, z. B. von den Betreibern von Galerien oder den Veranstaltern von Ausstellungen, kannst du in der Onlinewelt deine **Reputation eigenständig aufbauen** und **eine eigene Community finden**. ## Wie kann ich meine Kunst online verkaufen? ![Kunst online verkaufen](https://cms.ikas.com/wp-content/uploads/2023/04/wie-kann-ich-meine-kunst-online-erkaufen-1024x538.webp) ### Onlinepräsenz aufbauen Gestalte eine **eigene** **Website**, auf der du dich und deine Werke präsentierst. Eine eigene Onlinepräsenz ist heute essenziell, selbst wenn du nicht online verkaufst. Denn Menschen, die sich für deine Kunst interessieren, werden sicherlich **online nach dir suchen**. Informiere auf deiner Webseite über **Termine** zum Beispiel für Ausstellungen oder andere Events, wie deine Kunst erworben und **Kontakt** zu dir hergestellt werden kann. **Verwandter Blogbeitrag:** [Design-Tipps für deinen Onlineshop](https://ikas.com/de/blog/die-besten-design-tipps-fuer-deinen-onlineshop) ### Social Media & Online-Communitys Ebenso wichtig wie eine eigene Website sind Accounts auf relevanten Social-Media-Plattformen. Mit ihnen kannst du nicht nur **Reichweite aufbauen**, sondern auch **mit dem Kunstpublikum** hervorragend **in Kontakt treten**. Lass deine Follower nicht nur an den fertigen **Ergebnissen** deiner Arbeit, sondern auch am **Entstehungsprozess** teilhaben und mehr über dich und deine Welt erfahren. Ob Christo und Jeane-Claude, Damien Hirst, JR, Yoko Ono, Bob Dylan oder Banksy: Es ist nicht zu übersehen, dass beispielsweise auf Instagram bekannte **Größen der Kunstwelt** zahlreich vertreten sind – und auch viele aufstrebende Kunstschaffende ihre **Reichweite** in und mit den sozialen Medien aufbauen. **Verwandter Blogbeitrag:** [Tipps fürs Instagram-Marketing](https://ikas.com/de/blog/instagram-marketing-tipps) Widme dich **Plattformen** wie zum Beispiel Instagram, YouTube, TikTok oder Pinterest, je nachdem, welche Art **Content** du rund um deine Arbeit anbieten und **welche Zielgruppe** du damit erreichen möchtest. Außerdem kannst du beliebten **Online-Communitys** wie DeviantArt beitreten, die sich speziell an **Kreative** richten. Diese eignen sich nicht nur zum **Präsentieren** der eigenen Kunstwerke, sondern auch zum **Kennenlernen** anderer Kunstschaffende und somit wunderbar zum **Netzwerken**. ### Verkaufsplattformen speziell für Kunst Inzwischen lassen sich auch allerhand **Onlineplattformen** speziell zum Kauf und Verkauf von Kunst finden. Je nach den **Konditionen** oder der Reichweite können diese Plattformen hilfreich sein bei der **Vermittlung** zwischen Kunstschaffenden und Kaufinteressierten. ### Globale Verkaufsplattformen Neben spezialisierten Verkaufsplattformen sind es **die üblichen Verdächtigen**, auf denen du deine Werke anbieten kannst : **Ebay**, **Amazon** oder auch **Etsy**. Du wirst überrascht sein, wie viele Menschen **Kunstwerke** heutzutage auf globalen Verkaufsplattformen anbieten oder suchen. **Verwandter Blogbeitrag:** - [Leitfaden zur Eröffnung eines Etsy-Shops](https://ikas.com/de/blog/leitfaden-zur-eroeffnung-eines-etsy-shops) - [Auf Amazon verk](https://ikas.com/de/blog/auf-amazon-verkaufen)[aufen](https://ikas.com/de/blog/auf-amazon-verkaufen) ### Einen eigenen Onlineshop für deine Kunst eröffnen ![Künstlerin verkauft online Kunst](https://cms.ikas.com/wp-content/uploads/2023/04/kuenstlerin-verkauft-online-1024x538.webp) Mit einem eigenen Onlineshop hast du alles in der Hand: Du sparst nicht nur ggf. anfallende Provisionen oder Gebühren für eine Mitgliedschaft, sondern kannst deinen Shop a**n deine individuellen Bedürfnisse anpassen** und deine Werke besser zur Schau stellen. Ja, das ganze Layout wird zu **deinem eigenen Ausstellungsraum**. Wie du deinen Shop nutzt oder ob und wie du ihn bewirbst, liegt ganz in deiner Hand. Hast du zum Beispiel einen [Onlineshop von ikas](https://ikas.com/de), lässt er sich überdies an v**erschiedene Marketplaces anbinden**. Bietest du neben Originalen auch **Kunstdrucke** oder **Auftragsarbeiten**, **Kurse** oder **Ausstellungen** an, dann kreierst du mit einem eigenen Onlineshop den perfekten Ort, wo dein Publikum **all deine Angebote** finden kann. Wenn du darüber nachdenkst, **einen Onlineshop zu erstellen**, könnte dich unser Artikel zum Thema [E-Commerce starten](https://ikas.com/de/blog/wie-starte-ich-mit-e-commerce) ebenfalls interessieren. **Könnte dich auch interessieren:** - [Onlineshop eröffnen in Österreich](https://ikas.com/de/blog/onlineshop-eroeffnen-oesterreich) - [Verkaufstricks](https://ikas.com/de/blog/verkaufstricks) - [Motivationssprüche](https://ikas.com/de/blog/inspirierende-motivationssprueche) - [Schmuck herstellen lassen und verkaufen](https://ikas.com/de/blog/schmuck-business-leitfaden) - [Was ist eine SKU-Nummer?](https://ikas.com/de/blog/was-ist-eine-sku) - [Internetseite erstellen](https://ikas.com/de/blog/website-erstellen) --- **Weitere Quelle:** - discoveryartfair.com/de (letzter Aufruf am 26.04.2023) Veröffentlicht von [Rabia Taskiran](https://ikas.com/de/author/rabia) — Content Marketing Specialist